Ich habe von einer Person einen Brief erhalten, die vor Kurzem ein Foto mit einem Kristall zu einem Musikstück von Bruckner bestellt hat. Er arbeitet zur Zeit an einem Erziehungsprogramm in Indonesien. Er spricht zu den Menschen über das Erdbeben und über die Bedeutung des Gebetes in einer Situation, wie diese. Ich war von dem Inhalt dieses Briefes sehr gerührt, so dass ich mit seinem Einverständnis gerne möchte, dass ihr ihn auch bei dieser Gelegenheit lest.
Lieber Herr Masaru Emoto,
Hallo, ich bin jener, der Sie vor Kurzem um das Foto eines Kristalls zu einem Musikstück von Bruckner gebeten hat. Ich danke Ihnen sehr dafür. Zur Zeit arbeite ich in Indonesien mit der Abteilung für Erziehung an einem gemeinsamen Projekt. Unsere Bureaus sind alle in Java, so dass keiner unserer Angestellten direkt von dem Erdbeben betroffen war. Es ist sehr interessant, dass man auf der Insel Java nichts von dem Erdbeben mitbekommen hat. Auch ich habe über diese Katastrophe erst von meiner Familiedurch e-mail erfahren. Zunächst habe ich geglaubt, es sei nichts Besonderes, aber, in dem Maße, in dem ich immer mehr darüber durch die Nachrichten mitbekommen habe, haben wir uns Rechenschaft gegeben, dass die Lage sehr ernst ist. Wir waren alle sprachlos, als wir die Anzahl der Toten erfahren haben, die täglich gewachsen ist.
Wir sind noch trauriger geworden, als wir erfahren haben, dass die Familie einer unserer Angestellten, die auf Sumatra, in Aceh gelebt hat, von der Katastrofe sehr ernst betroffen war.
Drei ihrer Onkel sind gestorben, eine ihrer Schwestern war genötigt, sich ein Bein amputieren zu lassen, die andere Schwester kann nicht mehr sprechen.
Auch zwei Kinder waren als vermisst gemelde (6 und 9 Jahre alt), aber eines von ihnen wurde vor kurzem gefunden. Eine Familie aus Aceh hat auf es gesorgt. Wegen dem psychologischen Schock und wegen der Tatsache, dass es von unbekannten Menschen umgeben war, konnte das Kind eine Zeitlang nicht mehr sprechen.
Die Familie hat seinen Namen erst vor Kurzem erfahren. Eines der Familienmitglieder, bei der das Kind war, ist nach Medan gefahren, wo es ein Plakat mit dem Bild des Kindes gefunden hat. Kurz danach wurde das Kind nach Hause gebracht. Nun beten wir alle, dass auch das andere Kind so schnell wie möglich gefunden wird.
Ich habe Ihre Botschaft über das Gebet gelesen. Ich glaube kräftig daran, dass in Zeiten wie diese, die Gebete aus der ganzen Welt die Kraft haben, den Planeten zu retten. Alle Menschen, die von dem Erdbeben betroffen wurden, bekommen vom Wasserdurch diese Gebete Hilfe.
Selbstverständlich sind die materielle und finanzielle Hilfe notwendig. Aber diese allein, ohne die Liebe, reichen nicht aus. Auch die Liebe kann durch Gebete bekommen werden.
Ich habe einen Freund, der bei einem Waisenhaus in Afrika gearbeitet hat. Eines Tages hat eine Guerilla-Bande 20 Kinder entführt. Die Menschen aus Afrika, die gewusst haben, wie schwer die Lage da ist, haben alle gesagt, „verzichtet, es gibt keine Hoffnung”. Dennoch haben die Studenten und Lehrer von meiner Schule sich in Japan getroffen und haben alle zusammen gebetet. Wir haben begonnen, verschiedene Aktionen in Japan zu starten, damit die Menschen beginnen, sich der Lage bewusst zu werden. Dennoch haben diese Aktionen nicht sehr gewirkt, da die Menschen aus Japan nichtsehr spüren, dass die Probleme aus Afrika einen direkten Einfluss auf sie haben können.
Die Kinder wurden alle nach einigen Wochen wieder gesund ins Waisenhaus gebracht. Sie sind alle unversehrt.
„Es ist ein Wunder”, haben die Menschen gesagt.
Andere Kinder aus ähnlichen Situationen, haben nicht so viele Gebete auf Einmal. Von so vielen Menschen, aus der ganzen Welt bekommen. Selbstverständlich leugne ich nicht, dass es auch andere Faktoren gibt, die dazu geführt haben, dass die Kinder gesund wieder zurückgebracht werden.
Ich habe allerdings bei dieser Gelegenheit gelernt, wie wichtig das Gebet ist, um die Hoffnung nicht zu verlieren.
Zur Zeit ist es in Indonesien nichts Ungewöhnliches, im Fernseher Tote und zerstückelte Kinder zu sehen.
Es gibt sehr viele Menschen, die von der Trauer und vom Schock sehr mitgenommen sind. Wir benötigen weiterhin die Gebete, um die Tränen dieser Menschen empfangen zu können. Die Anzahl der Kinder des „Tsunami-Zeitalters” ist im Wachsen. Unsere Gebete werden weiterhin gebraucht. Das, was Sie tun, schenkt diesen Menschen sicherlich eine positive Schwingung. Vielleicht bin ich nicht der Einzige, der Ihnen dafür dankt. Dennoch werde ich Ihnen auf diesem Wege „Dankeschön” sagen.
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