Dieses war mein erster Besuch auf der Insel Maui. Sie ist viel grosser und bevolkerter als Kauai, wo ich mein erstes Seminar gehalten habe. Also, es sieht so aus, als ob meine Seminare viele Menschen anziehen. Vielleicht auch wegen der Tatsache, dass der Organisator der Seminare, Fred, auf dieser Insel wohnt. Er hat sich sicherlich sehr angestrengt, viele Leute zusammenzubringen.
Der Flug von gestern, von Oahu auf Maui, hat ungefahr 40 Minuten gedauert. Der Ozean und die polinesischen Inseln sind von oben gesehen ausserordentlich schon. Auf dem Flughafen haben einige Freunde von Fred auf uns gewartet. Das wunderbare Appartement, in dem wir 6 Tage lang wohnen werden, befindet sich ungefahr 40 Minuten weit weg vom Flughafen, auf der Spitze eines Berges, neben dem Strand.
Oh, wunderbar!! Wie ihr auf den Fotos sehen konnt, war die Aussicht von dort bezaubernd. Neben all diesen Sachen konnten wir von dem Strand aus eine Gruppe von Walfischen sehen, die in dem Ozean schwammen. Es schien, als ob sie da waren, um uns im Paradies willkommen zu heissen. Das Gebaude war, ebenfalls, ausserordentlich, mit Schwimmbecken und Jakuzzi. Wenn ich mich auf diesem Ort eine Woche lang aufhalten werde, werde ich mich nicht mehr nach Japan zuruckbegeben wollen. O Gott, was fur ein Paradies!

Aussicht aus dem Appartement. Die Walfische sind aus der Ferne erschienen.
Am Morgen des 17. Februars. Ich habe an den speziellen Kursen der Haleakala-Waldorf-Schule teilgenommen. Haleakala ist ein vulkanisches Gebirge in der Mitte der Insel. Die Schule befindet sich auf dem Hang dieses Berges und in ihr wird das Lehrsystem Rudolf Steiners angewendet. Ich wurde gebeten, einen speziellen Kurs fur die Studenten von hier zu halten.
Die Schule befindet sich ungefahr 1000 Meter uber dem Meer, ich habe auf der Haut den kalten Wind gespurt. Man hat mir gesagt, dass es ungefahr 250 Studenten insgesamt sind. Aber an meinem Kurs haben nur ungefahr 100 teilgenommen, aus den hoheren Jahren. Da es ein spezieller, programmierter Kurs war, sid auch ungefahr 50 Eltern gekommen. Der Kurs hat ungefahr um 9,15 Uhr begonnen.
Zunachst haben die Studenten ein Willkommenslied gesungen, zu meiner Uberraschung war das Lied auf japanisch. Es gibt hier einen Japanischlehrer und eine japanische Klasse. Es gibt hier keine japanischen Studenten, aber trotzdem ist es der Steinerschule zu verdanken, dass hier Japanisch gelernt wird.

Ein japanisches Lied, um mich hier, in dieser Schule, willkommen zu heissen.
Die Lektion hat nur 40 Minuten lang gedauert, dennoch waren die Studenten sehr gut im Einklang mit mir. Sie haben mit sehr grosser Aufmerksamkeit zugehort. Am Ende sind sie alle aufgestanden und haben mir wilden Beifall geklatscht. Ich habe schon begonnen, mich an solche Beifalle zu gewohnen, aber diesmal ist mir warm ums Herz geworden. Deswegen habe ich jedem Studenten die Hand gedruckt und habe so meine Anerkennung zum Ausdruck gebracht. Ich hoffe, dass es ein Kind geben wird, das zu einem Wissenschaftler des Wassers wird, das meine Gedanken weiterfuhren wird.

Sturmischer Beifall von den Kindern.
Mit dem Direktor der Schule.
Das Seminar von Maui wurde auf einer tropischen Fruchte-Plantage geplant. Die Plantage befand sich ausserhalb der Stadt, ohne Gebaude in der Nahe. Es war voll mit Zuckerrohr. Als ich angekommen bin, waren bolss einige Autos auf dem Parkplatz, der sehr gross war, so dass ich mir Sorgen gemacht habe, wieviele Menschen wohl diesen langen Weg zu meinem Seminar gehen werden. Aber, den Auskunften Freds nach, wurden alle 600 Karten verkauft, so dass der Parkplatz vol sein musste.
Im Saal befanden sich zwei Menschen, die den Beginn der Konferenz vorbereitet haben. Es waren schon ungefahr 748 Stuhle aufgereiht. Bis gestern wurden 600 Karten verkauft, so dass heute vielleicht noch 150 hinzugekommen sind.
Wie auch immer, in Wirklichkeit waren es mehr. Die Konferenz sollte um 7,30 Uhr anfangen, aber um 6,30 Uhr begannen die Autos anzukommen und den Parkplatz zu fullen. Auch der Parkplatz fur dringende Falle wurde voll. Die 748 Stuhle, die aufgestellt wurden, wurden bald alle besetzt und es waren noch 200 Leute, die hinten im Saal stehen mussten, oder sich auf den Boden gesetzt haben.

Der Parkplatz fullt sich.
Die Ubersetzerin, Mariko (rechts), Reika (Mitte) und ein auslandischer Student, der gekommen ist, um uns zu helfen.
Am Ende waren es 1000 Personen, die den Saal gefullt haben und gelacht haben, die verstanden haben, gekichert haben, gestohnt haben und ihre Uberraschung ausgedruckt haben, wahrend ich zu ihnen gesprochen habe. Sie waren alle Erwachsene, aber, wenn ich mich recht besinne, war ihre Reaktion jener der Kinder aus der Steinerschule ahnlich. Uberall ist es ahnlich, aber viele Menschen, die zu meinen Konferenzen kommen, sind innerlich rein und gelautert...
Kazuko, mein Operator, hat mir gesagt, dass manche Leute dabei waren, die wahrend der Konferenz auch geweint haben

Im Saal

Am Ende waren die Menschen voller Anerkennung und lachelten.
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